m

Entstehung German          Statement English          Bilder Pictures          Presse Press

Entstehung Making of

 

Wo genau die Konzeptidee ihren Ursprung hat, kann ich nicht genau definieren und würde diese Thematik an der Stelle gerne an die Hirnforschung weiterleiten. Ich denke es spielen viele Faktoren und Inspirationen eine Rolle. Eine scheinbar grundlegende fand wenige Zeit vor dem ersten Mausklick in Photoshop statt, als ich neben meiner Mom auf der Sonnenliege lag, in den teilweise bewölkten, dennoch strahlend blauen Himmel sah und zu ihr meinte “Schau mal, durch meine Sonnenbrille sieht der Himmel noch schöner aus.” Sie nahm die Brille und gab mir recht.

 

Ich denke viele Menschen tragen heutzutage nicht nur aus dem Grund des Lichtschutzes oder Coolness-Faktors eine Sonnenbrille, sondern auch weil die Wahrnehmung eine ganz andere ist.

 

Eine weitere Inspiration ist auf das Project Glass von Google zurück zu führen, was mich vom ersten Anblick des Konzeptvideos an begeisterte. Unsere Augen gehören mitunter zu den wichtigsten Funktionen und Sinnesorganen, die einem das Leben bietet. Warum also nicht alle nötige Technik, die spätestens beim Telefonieren oder Fotografieren gen Kopf wandert, dorthin verlagern? Sonnenbrillen gibt es seit Jahrzehnten, die Microtechnologie ist heutzutage so fortgeschritten, dass wir tagtäglich eine Kamera mit uns tragen, die eine vergleichbare Auflösung bietet, wie sie vor wenigen Jahren nur in Spiegelreflexkameras zu finden war.

 

Ich muss gestehen, dass ich mich bereits nach dem ersten Tag Konzeption und Gedanken um das Look&Feel in das Projekt verliebt hatte. Doch trotz aller Liebe und verrückten Visionen eines Designers, darf natürlich nicht die Verbindung zur Realität verloren gehen. Ich begann also auch recht früh mit Recherchen nach einer möglichen Realisierung, um das Design so realistisch wie möglich zu visualisieren und dennoch Spielraum für Träume, Wünsche und den wortwörtlichen Blick durch die rosarote Brille zu lassen.

 

Nach einer halben Nacht Recherche war ich nur ungefähr schlauer, denn mir fehlte der richtige Weg zur Farbveränderung der Gläser. Einige Firmen bieten Technologien an, mit denen man bspw. Fensterscheiben einfärbt oder milchig werden lässt. Dieser Effekt wird durch mikroskopische Kristalle erzeugt. Je nach Bedarf richten sich die Kristalle bei der Zufuhr von Strom so aus, dass sie Licht entweder durchlassen oder abweisen. Doch ab hier sollte sich besser ein Physiker oder Fachmann zu Wort melden. Die Erkenntnisse waren also eher dürftig.

 

Anfang des Jahres stellte Samsung auf der CES 2012 das “Smart Window” vor, dessen Funktion es erlaubt, vom Bildschirm gewohnte Inhalte auf eine Glasscheibe zu übertragen. Eine Technik, die schon eher meinen Anforderungen entsprach. Brillengläser, oder eher Brillenbildschirme, welche die Bilder durch die integrierte Kamera übertragen, kamen für mich bei der Konzeption nicht in Frage. Mal abgesehen davon, dass der Akku wohl nicht lange mitspielen würde, stellt ein Bildschirm mit möglicher Zeitversetzung oder gar plötzlichem Ausfall ein hohes Risiko im Straßenverkehr da.

 

Ich beendete meine Suche nach der Problemlösung und hatte das Gefühl und zugleich die Hoffnung, dass die Forschung eines Tages so weit sein wird. Nach kurzer Absprache mit einem guten Freund entschied ich mich dafür, das Konzept eher auf visueller und weniger auf funktioneller Ebene auszurichten und  mich wieder dem Design zu widmen.

 

Wie soll das Teil nun aussehen? Da ich wenige Tage vorher wieder Instagram auf meinem iPhone installiert hatte, fiel die Entscheidung auf die Anlehnung an das Look&Feel von Instagram. Das passte insofern mit meinen Vorstellungen überein, da mir auf dem Flohmarkt zuvor im Mauerpark in Berlin alte Polaroid-Kameras in die Hände gefallen sind, die einen ähnlichen Stil hinsichtlich des Regenbogens verfolgten und der damit verbunden Visualisierung eines Farbspektrums darstellen.

 

Zusätzlich interessierte mich auch die Frage nachhaltiger Materialien. Auch hier musste ich mir gestehen, kein Fachmann auf dem Gebiet zu sein. Mir kam ein Öko-Marker von Edding in den Sinn, der mir einige Zeit vorher in einem Meeting in die Hände gefallen ist. Das Material besteht zu 80 Prozent aus recyceltem Material und entspricht sogar farblich etwa meinen Vorstellungen. Nur noch etwas heller und mit weniger Körnung. Auf der Ober- und Rückseite des Brillenrahmens würde sich Leder anbieten, was zudem auch einen Unikaten und edlen Eindruck vermitteln würde.

 

Am Ende des Konzepts stand die Herausforderung der Aktivierung und damit verbundenen Verknüpfung mit dem eigenen Instagram-Account nach dem Auspacken so einfach wie möglich zu gestalten: Der Nutzer ruft von seinem Computer aus die Aktivierungsseite auf Instagram auf und meldet sich mit seinen Zugangsdaten an. Dort erscheint prominent ein QR-Code, der wenig später die Kamera und den Account verknüpfen soll. QR-Code mit der integriertem Brillenkamera scannen. Fertig. Von dem Moment an würden alle Aufnahmen entweder sofort hochgeladen oder je nach Verbindung auf dem integriertem Speicher zwischengelagert werden.

 

Ein mehr oder minder kurzer Einblick hinter die Kulissen des Entstehungsprozesses meines Konzepts. Zusätzlich möchte ich anmerken, dass ich sehr überrascht von dem weltweiten Feedback bin. Trotz vieler Anfragen bleibe ich jedoch dabei es bei einer – meiner – erfolgreichsten Designstudie zu belassen.

 

Statement

 

Somewhere in Berlin, 22.06.12
I’m overwhelmed with the feedback I get for my design concept. So please excuse, that I cannot reply in person. Currently I just cannot give Interviews because of the amount of requests. Please excuse this –
I will come back to you soon.

 

WHY INSTAGLASSES?

A week ago it appeared to me that with current technology like Google Glasses it would be possible to take applications like Instagram to a new level. Since I’m into graphics I took it to myself and realized it as a graphical concept.

 

IS IT FOR REAL?

No I don’t have any plans to take this concept further. It’s fictional only.

 

ABOUT ME

I’m a graphic designer based in Berlin. For the last years I have worked for several ad agency’s like Scholz & Friends or Serviceplan. Every now and then I create personal projects like the Instaglasses concept.

 

Greetings

Markus

Presse Press

Bilder Pictures

"They would be even awesomer if they actually existed but beggars can’t be choosers."


TIME

"Although Instagram hasn't ventured into video, this would be a unique way for the company to disrupt the marketplace once again."

 

Mashable

"Thanks to German designer Markus Gerke's new concept Instagram sunglasses, that dream of old-school-tinted vision may soon be a reality."

 

The Huffington Post

"Don't worry, hipster: They look great with an ironic moustache."


FOX NEWS

"Instaglasses ist eine kluge Design-Studie des Berliner Designers Markus Gerke, in der er zwei Hypes der letzten Zeit miteinander kombiniert."

 

t3n.de

"Für die einen ein Albtraum, für die anderen eine Verlockung"

 

heise Foto

Kontakt (*vcf) | Vita (*pdf) | Impressum

 

Markus Gerke – Designer für visuelle Kommunikation

Copyright 2010-2012 — Alle Rechte vorbehalten.